Nistkästen für den Gänsesäger

Etwa 500 Brutpaare des Gänsesägers (Mergus merganser) gibt es in Deutschland. Auch in den UNESCO Biosphärenreservaten Schaalsee und Flusslandschaft Elbe ist der schöne Vogel zu Hause. Doch auch hier ist er sehr selten. Um seine Lebensbedingungen zu verbessern, wurden in diesem Jahr durch die Ranger des Biosphärenreservatsamtes Schaalsee-Elbe 15 Nistkästen für ausgebracht.

M. Hippke © M. Hippke
Ranger Mario Axel bringt an einem Baum in Wassernähe einen Nistkästen für den Gänsesäger an.

Gänsesäger gehören zur Familie der Entenvögel und sind etwas größer als eine Stockente. Den Namensbestandteil „-säger“ hat die Art aufgrund ihres gezähnten Schnabels, der sich perfekt für den Fischfang eignet. Männlichen Gänsesäger tragen ein Federkleid in strahlendem Weiß mit flaschengrünem Hals und Kopf. Die Weibchen sind eher unauffällig grau und braun gefärbt, besitzen aber eine schöne Federhaube, die den Männchen fehlt.

Gänsesäger bevorzugen störungsarme fischreiche Seen und Flüsse mit hoher Sichttiefe, an deren Ufern zahlreiche Altbäumen mit einem Großhöhlenangebot vorhanden sind. Diese Höhlen nutzen die Gänsesäger zur Brut. Kurz nach dem Schlüpfen müssen die Küken aus ihrer Bruthöhle viele Meter in die Tiefe springen. Da an den Seen im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee und an den Fließgewässern im Bereich des UNESCO-Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe M-V nicht ausreichend ufernahe höhlenreiche Altbäume vorhanden sind, hat das Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe 15 Nistkästen für den Gänsesäger von einer ortsansässigen Tischlerei anfertigen lassen. Die Kästen, die fast 1m groß sind, wurden in den vergangenen Tagen durch die Ranger an geeigneten Stellen ausgebracht. Da Gänsesäger kein eigenes Nistmaterial in die Kästen eintragen, wurde der Boden mit Holzspäne ausgepolstert. Nun heißt es abwarten, ob die Kästen angenommen werden.

Gänsesägerweibchen mit Jungen © W.Buchhorn
Gänsesäger brüten in großen Höhlen alter Bäume.
Gänsesäger brüten in großen Höhlen alter Bäume.
Gänsesägerkasten wird am Baum angebracht. Im Hintergrund der Schaalsee © M.Hippke
Die Bäume müssen in Wassernähe stehen. Nach dem Schlüpfen springen die Küken aus dem Nest und folgen der Mutter ins ...
Die Bäume müssen in Wassernähe stehen. Nach dem Schlüpfen springen die Küken aus dem Nest und folgen der Mutter ins Wasser.
Um die Brutbedingungen zu verbessern, wurden in ruhigen, wassernahen Bereichen der beiden Biopshärenreservate durch die ...
Um die Brutbedingungen zu verbessern, wurden in ruhigen, wassernahen Bereichen der beiden Biopshärenreservate durch die Ranger des Biopshärenreservatsamtes insgesamt 15 Nistkästen für Gänsesäger ausgebracht.